Mehr als ein Wohlfahrtsverband

Freilich, wir kennen sie alle: "Die Diakonie"! Einer der sechs großen freien Wohlfahrtsverbände in Deutschland, neben z.B. der Caritas, dem Roten Kreuz und anderen.  Gemeinsam mit ihnen sowie den öffentlichen Trägern - den Bezirken und Kommunen - sichert sie die soziale Grundversorgung in Deutschland. Sie unterhält viele Tausend Einrichtungen, in denen über 400.000 Menschen arbeiten. 

Aber viel wichtiger ist "Diakonie" als Grundbegriff, der aus der griechischen Sprache abgeleitet ist: diakonia - Dienst. Überall, wo Menschen in Not im Namen Jesu geholfen wird, wo ihnen "gedient" wird, da ist Diakonie. Grundlage diakonischer Arbeit ist der Glaube an Jesus Christus, wie er in der Bibel beschrieben ist. In Jesus Christus ist Gott Mensch geworden und hat sich den Menschen zugewandt. Diakonische Arbeit verkörpert diesen in die Tat umgesetzten, helfenden Glauben und dient damit dem Menschen.

Wir praktizieren in unserer Gemeinde Diakonie im "Ökumenischen Kleiderladen" in der Frühlingstr. 12 und im Diakonieverein, der Mit-Träger der großen ökumenischen Sozialstation ist.

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Nähere Informationen über den Wohlfahrtsverband der Diakonie in Bayern.

 

Gedenk-Gottesdienst

Die Ökumenische Sozialstation, an der unsere Kirchengemeinde über den Evang. Diakonieverein Rosenberg beteiligt ist, gedenkt einmal im Jahr den Verstorbenen der zurückliegenden Monate. Die Sozialstation in Sulzbach-Rosenberg, ein Zusammenschluss der vier großen Kirchengemeinden Christuskirche, Johanniskirche, St. Marien und Herz Jesu, besteht seit 1973. In der Zwischenzeit arbeiten 45 Mitarbeitende dort und bemühen sich, alten, behinderten und kranken Menschen so viel Hilfe wie nötig zu geben, damit sie in ihrer gewohnten Umgebung wohnen bleiben können (zur Seite der Sozialstation).

Zu dieser diakonischen Arbeit gehört auch seit Jahren der gute Brauch, den Menschen, die von den Pflegekräften der Sozialstation bis zuletzt begleitet wurden, nach ihrem Tod noch einmal in einem Ritual zu gedenken. Am Donnerstag, den 10.04.2014 war es wieder einmal soweit. In der katholischen Herz Jesu Kirche, Rosenberg, feierten die beiden Pfarrer Uwe Markert und Thomas Saju einen ökumenischen Gottesdienst, zu dem alle Angehörigen eingeladen wurden. Die Mitarbeitenden der Sozialstation hatten zur Erinnerung an die Verstorbenen Gedenkkarten gebastelt, die sie auf die Altarstufen gestellt hatten.

Während der Andacht wurden die Namen der Verstorbenen verlesen. Es wurde geschwiegen, gesungen und in den Fürbitten der Verstorbenen, deren Angehörigen und der Pflegekräfte gedacht. Pfr. Uwe Markert thematisierte in seiner Predigt die Bedeutung von Kerzen und Licht für die Trauerarbeit und betonte, dass es für evangelische Christen zum Glück das "8. Sakrament" gäbe: Evangelische nutzen gerne die Möglichkeit, in schwieriger Zeit in eine katholischen Kirche zu gehen und dort eine Kerze anzuzünden.

Die Kollekte im Gottesdienst für die Sozialstation erbrachte 95,50 EUR.