Ökumenischer Kleiderladen

Der Kleiderladen hat seine eigene Website!

Seit April 2017 finden Sie aktuelle Informationen hier...


 

Anker der Hoffnung

Anker der Hoffnung

"Vier Euro, bitte!" Die Frau mit Kopftuch klappt die Geldbörse auf, fingert herum, findet die richtigen Münzen. Eine Riesen-Tüte mit Kindersachen hat sie erworben im Ökumenischen Kleiderladen. Der Andrang ist groß am Dienstag. Viele Menschen stöbern in den Textilien. Und die...
 
 
www.onetz.de
 

Wissenswertes

Der ökumenische Kleiderladen in der Frühlingstraße 12, Ortsteil Sulzbach, sammelt gebrauchte Kleidung und Haushaltsartikel und gibt sie gegen eine geringe Gebühr wieder ab. Der Laden steht jedem zur Verfügung. Wer Kleidung, Schuhe, Babyausstattung, Tisch- und Bettwäsche, Gardinen, Taschen, Geschirr oder Haushaltsgegenstände spenden möchte, kann dies zu den Annahmezeiten abgeben.

Annahmezeit

Mittwoch von 08:00 - 09:00 Uhr,

Samstag 10:00-11:00 Uhr.

Einkaufszeit 

Dienstag und Donnerstag von 10:00 - 11:00 Uhr und 15:00 - 16:00 Uhr

Das Konzept

Was vor rund 20 Jahren für eine kleine Gruppe von Interessenten begann,  ist inzwischen zu einer gut besuchten Einrichtung geworden: Der ökumenische Kleiderladen in der Frühlingstraße 12 in Sulzbach-Rosenberg. Der erste Bedarf entstand, als in Sulzbach-Rosenberg Asylbewerber untergebracht waren, welche mit gebrauchter Kleidung und kleinen Haushaltsgegenständen versorgt werden mussten. Ehrenamtliche Helfer nahmen sich der Aufgabe an, die vier Sulzbach-Rosenberg Kirchengemeinden fungierten als Träger der Einrichtung. Sehr schnell unterstützte die Bevölkerung das Projekt und lieferte fleißig die nachgefragten Waren. Mit dem Zuzug von Aus- und Übersiedlern erlebte die Nachfrage einen kräftigen Aufschwung. 1992 zog der Kleiderladen in die jetzigen Räume ein. Durch die Lage mitten in der Stadt wurde die Einrichtung immer bekannter, nunmehr geben sich auch einheimische Preisbewusste und Secondhandliebhaber die Türklinke in die Hand.  

Das Prinzip des Kleiderladens hat sich nicht geändert: gespendete Sachen (u.a. aus Haushaltsauflösungen) werden bei festen Öffnungszeiten angeliefert und gegen eine geringe Gebühr abgegeben. Evtl. Überschüsse unterstützen wiederum Maßnahmen aus kirchlichem Umfeld. Die Entscheidung darüber trifft der Helferkreis. Die jetzt  rund 30 ehrenamtlichen Helferinnen freuen sich, dass das Angebot seid 20 Jahren so gut angenommen wird.

Frau Christine Lier oder die jeweilige Sulzbach-Rosenberger Kirchengemeinde gibt gerne weitere Auskünfte.

 

Nichts geht verloren

Was im oekumenischen Kleiderladen nicht gefragt ist, wird vielfältig weitergereicht.

Regelmäßig kommen zum Beispiel die Helfer von der Deutschen Kleiderstiftung nach Sulzbach-Rosenberg .

Seit mehr als 50 Jahren sammelt, sortiert und verteilt diese  gemeinnützige Organisation gebrauchte und neue Kleidung. Mit den Kleiderspenden und den Erlösen aus der Verwertung unterstützt sie Kleiderkammern und soziale Projekte im In- und Ausland. Damit helfen wir Menschen, in Wärme und Würde zu leben – so das Motto auch auf dem Transportfahrzeug.

Bei den letzten Transporten waren Albanien und das Flüchtlingslager Idomeni /Griechenland die  Ziele.

 

Sie haben bei der Räumaktion am 7.6.2016 fleißig mitgeholfen:  die Helferinnen des Kleiderladens und auch einige Besucher der Einrichtung.

 

Wer sich näher informieren will:   www.kleiderstiftung.de

Massenweise Hilfe

Jahresbericht 2015 liegt vor

Die vergleichsweise "ruhige, normale" Zeit im Kleiderladen hatte im Sommer 2015 schlagartig ein Ende: Am 4./5. August kamen die ersten 10 Flüchtlinge!

Der Rest des aufregenden Sommers ist allen aus Presse und Fernsehen bekannt. Mit dem Landratsamt wurden mehrmals zusätzliche Öffnungszeiten vereinbart, um den Bedarf an Kleidung zu decken. Als sich unser Vorrat verringerte, erfolgte ein Aufruf für Kleiderspenden. Er stieß auf ganz große Resonanz. Eine Vielzahl von Spenden wurden angeliefert, die im Laufe des Jahres verbraucht wurden. Um uns zu unterstützen startete Kolping in Schnaittenbach einen Spendenaufruf, der unsere Lagerbestände wieder gut auffüllte.

 

 

Unsere Arbeit hat sich aber seit Beginn der großen Fluchtwelle geändert: Es ist jetzt bei jeder Öffnungszeit sehr stressig. Jeden Tag kommen ca. 20 Flüchtlinge, die besonderen Betreuungs- und Beratungsbedarf haben. Die Verständigung ist manchmal schwierig. Vor allem bei Flüchtlingen, die nur Arabisch und kaum Englisch sprechen. Für diese Gelegenheiten wäre ein weiterer Übersetzer sehr hilfreich. Saka Salem, der uns bisher hilft, könnte dringende Unterstützung brauchen.

Grundsätzlich bekommen Flüchtlinge die Erstausstattung gegen Nachweis umsonst, danach müssen sie den halben Preis für die Waren bezahlen. Mit der „Stammkundschaft“ kommt es jetzt häufiger zu aufreibenden Diskussionen. Die Angst und Neid, dass Flüchtlinge bevorzugt werden, ist leider weit verbreitet. Außerdem wäre unbedingt mehr Personal notwendig. Für Donnerstagnachmittag hat sich Waltraud Scharnagel bereit erklärt mitzuhelfen. Darüberhinaus besteht bei der Notunterkunft, die jetzt in der Berufsschule untergebracht ist, ein weiteres Kleiderlager der Aktion „Su.-Ro. hilft".

Wie üblich wird aussortierte Ware für Sammlungen in die Ukraine, Afrika usw. weitergegeben. Außerdem werden Altkleider zu Sammlungen von Kolping, Spangenberg und Pfadfinder weitergegeben. Aktuelle Informationen stehen auf den Internetseiten der Kirchengemeinden bereit.

Christine Lier legte Rechenschaft über die Kassen ab. Die Einnahmen sind im Vergleich zum Vorjahr um 431,09 € gestiegen. Im Januar wurde vom Landratsamt eine Spende in Höhe von 1.500,- EUR für die Erstausstattung der Flüchtlinge überwiesen. Der Überschuss wurde, wie immer, für diakonische Zwecke in unserer Region verwendet und kam so den Ärmsten der Armen zugute. Der Kleiderladen hilft also doppelt! Herzlichen Dank dafür!

 

Das Team 2016

 

Aus unserer Gemeinde sind derzeit aktiv:

Fladerer Margit, Grünthaler Gerlinde, Kleiner Gudrun, Lier Christine, Regler Ingrid, Scharnagel Waltraud

 

Beliebt!

Die SRZ berichtete in ihrer Ausgabe vom 21.08.2015 auf Seite 21 vom Ansturm der Flüchtlinge auf unseren Kleiderladen:


 

September 2015

In der vom Landkreis eingerichteten Notunterkunft in der Turmhalle der Walter-Höllerer-Realschule kommen seit einiger Zeit immer wieder neue Flüchtlinge an. Sie kommen zum Beispiel mit Bussen auf direktem Weg aus Passau. Das sind dann schon mal 150 Personen, die schnell versorgt werden müssen.
Dies erfolgt mit Essen und Getränken, einer medizinische Begutachtung und einer ersten Registrierung.
Da die Flüchtlinge oftmals nur mit einer Garnitur Wäsche – teilweise auch ohne Schuhe – ankommen, steht der Kleiderladen zur Verfügung.
Sie kommen in kleinen Gruppen in Begleitung von Mitarbeitern des Landratsamtes oder von ehrenamtlichen Helfern der Initiative „Sulzbach-Rosenberg hilft“ und können sich im Laden geordnet notwendige Kleidung aussuchen. Wir haben gelernt, dass es keinen Sinn macht, Karton- oder Säckeweise die verschiedensten Waren vor die Flüchtlinge zu stellen. Dies wäre auch keine Wertschätzung gegenüber Spender und Empfänger.
Nach wenigen Stunden oder Tagen in der Sulzbacher Notunterkunft werden die Personen an geeignete Unterkünfte weitergeleitet.
Durch diesen Zustrom ist der Laden oftmals eher überfüllt.  Es kommen auch weiterhin unsere heimischen Nachfrager zu uns. Auch sie profitieren von der Spendenfreudigkeit aus Stadt und Landkreis.
 

Verwendung der Sachspenden

Der Laden ist seit Jahren gut besucht, viele Kleidungsstücke finden neue Besitzer. Es kommt aber auch vor, dass manche Sachen nicht nachgefragt werden. Dabei geht nichts  von den gespendeten Sachen verloren. Was im Kleiderladen selbst nicht verwertbar ist, wird mehrfach sortiert.
In Krisengebieten wird oftmals Kleidung angenommen, welche bei uns nicht mehr getragen wird. So hat z. B. die Kolpingsfamilie in Vilseck seit Mai 1992 Kontakte nach Maribor/Slowenien und bringt auf direktem Weg Transporte dorthin. Ähnliches macht die  „Oase“ in Hersbruck.  Diese unterstützt u.a. Menschen in Rumänien. Dass die Spenden an der richtigen Adresse ankommen, dafür sorgen persönliche Kontakte zu Verantwortlichen vor Ort.
Auch was nicht mehr als tragbare Kleidung  verwertbar ist,  „bringt“ etwas. Diese Sachen gehen  in die „Altkleidersammlung“. 
Im Bild wird  von Mitgliedern der Kolpingsfamilie  Vilseck Material abgeholt und verwertet. Der Erlös fließt wieder einem gemeinnützigen Zweck zu.
Die  Kirchengemeinden Herz Jesu u. Poppenricht  führen ebenfalls jährlich eine Sammelaktion durch. Den Erlös erhalten z.B. die Strassenkinder in Indien.  
 

 

 

 

 

Aus der Geschichte des Kleiderladens

In einem Protokoll vom November 2000 wurde vermerkt...

Die Entstehung und Entwicklung
Anlass zur Entstehung des Kleiderladens in der jetzigen Form war die Unterbringung von Asylbewerbern in Sulzbach-Rosenberg. Bereits vorher bestand in der kath. Kirchengemeinde St. Marien, Pfarrplatz 1 (Dachboden der Familie Ertl), später Pfarrplatz 3, eine Kleidersammelstelle.
Als dann im alten Sulzbacher Krankenhaus eine hohe Zahl von Asylbewerbern untergebracht worden war, halfen zunächst viele Bürger der Stadt mit Kleidung, Fahrrädern, Kinderwägen etc., diese wurden meist in der Unterkunft direkt abgegeben. Sehr schnell stellte sich heraus, dass die gerechte und richtige Verteilung ein schwieriges Problem war. Es entstand die Idee der zentralen Einlieferung und der geordneten Weitergabe. Nachdem nun die Kleidersammelstelle in der Pfarrgasse 3 wegen Umbau geräumt werden musste, wurden neue Räume gesucht.
 
Der Standort
Als erste Stelle fungierte ab 01.04.1991 die Brauhausgasse. Ehrenamtliche Helferinnen aus den Kirchengemeinden St. Marien und Christuskirche sowie des Arbeitskreises Asyl übernahmen die Betreuung des Kleiderladens. Die Abgabe der Kleidung an Bedürftige erfolgte einmal wöchentlich und war kostenlos, die monatliche Miete von DM 50,- übernahmen die beiden Sulzbacher Kirchengemeinden.
Leider gab es im August 1992 Ungezieferprobleme in der Brauhausgasse, mehrere Häuser mussten geräumt bzw. der Inhalt entsorgt werden. Deshalb wurde unser Lager geschlossen; sämtliche Artikel wurden vernichtet. Nun wurden dringend neue Räumlichkeiten gesucht, die ab 01.12.1992 in der Frühlingstr. 12 gefunden wurden.
 
Die Trägerschaft
Ab Dezember 1992 übernahmen die vier Sulzbach-Rosenberger Kirchengemeinden die Trägerschaft des ökumenischen Kleiderladens:
Katholische Kirchengemeinde St. Marien, Pfarrgasse 2, 92237 Sulzbach-Rosenberg, Tel. 09661/4641
Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu, Kirchplatz 4, 92237 Sulzbach-Rosenberg, Tel. 09661/7176
Evang.-Luth. Kirchengemeinde Christuskirche, Pfarrplatz 6, 92237 Sulzbach-Rosenberg, Tel. 09661/891-150
Evang.-Luth. Kirchengemeinde St. Johannis, Hauptstr. 47, 92237 Sulzbach-Rosenberg, Tel. 09661/6159
Der Vorsitz wechselt jährlich.
Die monatliche Miete von DM 400,- und die Nebenkosten wurden aufgeteilt und von den Kirchengemeinden finanziert.
Nachdem nun die Abgabe nicht mehr kostenlos erfolgt, trägt sich das Kleiderlager inzwischen selbst.
 
Das Warenangebot
Dieses umfasste am Anfang nur Bekleidung, inzwischen kamen im Laufe der Zeit - bedingt durch das bessere Raumangebot - viele Dinge des täglichen Lebens hinzu. Heute umfasst das Angebot auch Bett- und Tischwäsche, Geschirr, Schuhe, Spielsachen, Kinderwagen und Bücher. Gelegentlich werden auch Fahrräder, Möbel etc. an Interessierte vermittelt. Aus mangelnder Lagerkapazität können hier nur Adressen an einem Schwarzen Brett ausgetauscht werden. Beschädigte oder nicht gängige Ware wird aussortiert und z.B. in die Altkleidersammlung (Pfadfinder oder Kolping) gegeben.
 
Die Preise
Wie beschrieben, war die direkte Verteilung der Kleidung in der Sammelunterkunft der Asylbewerber lange Zeit eher ein Problem.
Wer von den Asylbewerbern die Spender empfing oder besser "abfing", nahm oftmals alles in Beschlag, sortierte, hortete und teilweise landete Nichtbenötigtes im Müllcontainer. Deshalb wurden im neuen Kleiderlager "Preise" eingeführt. Damit wird jeder Artikel gekauft und bezahlt. Es erhält demnach niemand Almosen. Wir gehen davon aus, dass deshalb auch immer mehr Bürger der Stadt das Kleiderlager besuchen und ihren Bedarf decken.